Katharina Bohny

Die Verschwundenen

DIE VERSCHWUNDENEN spielt in Argentinien. 1976 ergreift das Militär die Macht. Oppositionelle verschwinden, werden gefoltert und ermordet. Jahre später, 1988, hört ein vierzehnjähriger Junge, aufgewachsen in einem vornehmen Villenviertel der Stadt Buenos Aires, plötzlich auf zu sprechen – vielleicht weil Unfassbares keine Worte findet. Als er im Fernsehen einen Grossvater sieht, der seinen Enkel sucht, muss er plötzlich erkennen, dass der Junge, dessen Bild der alte Mann mit sich herum trägt – er selber ist …

Dass dieses Theaterstück kaum jemanden unberührt aus der Aufführung gehen lässt, liegt einerseits daran, dass es auf einer wahren Geschichte basiert und anderseits, weil sich die Jugendlichen mit dem 14-jährigen Protagonisten, der seine richtige Familie sucht, identifizieren können und wollen.